02 | Was ist Design Thinking

Lesezeit: 2 Minuten

Im ersten Artikel ging es um die Begrifflichkeit des Design Thinking und die Einordnung. Neben dem Denkansatz oder der Methode, wird mit Hilfe von Design Thinking auch ein Prozess beschrieben. Design Thinking im Ganzen kann zu einer festen Grundlage in einem Unternehmen werden, wenn es darum geht, eine Innovationskultur zu gestalten und zu etablieren.

Design Thinking als Ansatz

In vielen Unternehmen ist Design Thinking der Grundsatz der Innovationskultur, der die Kreativität der Mitarbeiter unterstützt und fördert. Für die optimale Entfaltung der Kreativität werden der Arbeitsalltag, Räumlichkeiten und Prozesse entsprechend dem Design Thinking gestaltet. Dieser Ansatz erfordert einen Perspektivenwechsel des Managements und ist gleichermaßen eine Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern, denn oftmals bleibt in vielen Unternehmen das kreative Potential der Mitarbeiter ungenutzt, obwohl diese als Experten ihres Fachs, mit die größte Innovationskraft haben. Für möglichste unterschiedliche Ansatzpunkte zur Erarbeitung einer Lösung, sollten multidisziplinäre Teams für die Lösung eines Innovationsprojekts zusammengestellt werden. Hierbei ist es wichtig, dass dieses Team die Grundwerkzeuge des Design Thinking beherrscht und methodisch geleitet wird.

Der Nutzer steht im Zentrum des Prozesses!

Die Nähe zum Kunden ist beim Design Thinking der zentrale Bestandteil des Innovationsprozesses. Das Eingehen auf die spezifischen Kundenbedürfnisse, -Wünsche und -Ideen ist der zentrale Punkt des Entwicklungsprozesses. Mit diesem Wechsel in die Perspektive des Nutzers, geht der Ansatz des Design Thinking viel weiter als die traditionellen Vorgehensweisen des Innovationsmanagements. Daraus resultiert, dass die entstandenen Lösungen und Innovationen noch näher am Nutzer sind. Für kreative Ideen im digitalen Umfeld ist dieses Prozesses essentiell, da gut User Experience zu einem positiven Markenerlebnis führt.

Design Thinking als Prozess

Design Thinking ist auch ein Prozess der Schritt für Schritt zu einem klar strukturierten Ergebnis führt. Das Schöne bei dieser Vorgehensweise ist, dass der Prozess entweder völlig offen oder mit festen Rahmenbedingungen starten kann. Dadurch kann Design Thinking nicht nur bei Innovationsprozessen eingesetzt werden, sondern auch auf fast alle Aufgabenstellungen. Mit Hilfe der Prototypen Phase des Prozesses lassen sich schneller Ideen überprüfen und potentielle Fehlerquellen eliminieren.

Prototyping – „Fail often and early!“

Ein zentraler Aspekt des Design Thinking Prozesses ist das Prototyping. Hierbei gilt es schrittweise einen immer detaillierten Prototyp zu entwickeln und regelmäßig das Feedback der Stakeholder und vor allem der Kunden einzuholen. Das Ziel ist es frühstmöglich den Innovationsprozess am Kunden auszuprobieren, wertvolle Einsichten aus der Sichtweise des Kunden zu gewinnen und Schwächen der Idee aufzudecken. Für das positives Ergebnis des Prozesses ist es nötig, so früh wie möglich „zu scheitern“, damit Ressourcen gespart werden können.

Weitere Links

01 | Was ist Design Thinking

Hinterlasse einen Kommentar